Gemütlicher Treffpunkt in Saarbrückens Dorf

Daran soll sich nichts ändern. Im Alten Haus, in Saarbrückens dörflichem Stadtteil St. Arnual, sollen sich die Gäste weiterhin gerne treffen. Weil’s dort so gemütlich ist. Am Tresen, einer wuchtigen, polierten Baumscheibe, lässt es sich entspannt in den Feierabend hinein plaudern. Bei einem Crémant von Emile Boeckel aus dem elsässischen Mittelbergheim oder einem frisch gezapften Karlsberg-Urpils

Auf die Bistro-Tische im rustikalen Raum mit den Natursteinwänden und allerlei historischem Zubehör rund ums Pferd kommt weiterhin gute Hausmannskost. An kalten Tagen flackert im gemauerten Kamin-Ofen hinter Glas ein echtes Holzfeuer.

Der Traum von einem kleinen, besonderen Weinstübchen, den sich vor 30 Jahren die Familie Grimm in diesem ehemaligen Bauernhaus mit Bauplänen aus dem Jahr 1850 erfüllte, soll weitergeträumt werden. Corina Müller, die neue Frau im alten Gemäuer mit den signifikanten blau-weißen Fensterläden, ist da ganz zuversichtlich.

Natürlich wird die neue Wirtin ihre Gäste im Alten Haus auch mit eigenen gastronomischen Ideen überraschen.
"Sie werden sich problemlos ins bewährte Konzept einfügen", versichert sie.

Ab 17 Uhr bietet Corina Müller ihren Gästen am Tresen unter anderem kleine feine Angebinde an: Hauchdünn geschnittener Wildschweinschinken mit einem Glas Grauburgunder zum Beispiel. Weitere preisgünstige Kleinigkeiten wie eine Scheibe Pâté oder ein Stück Quiche Lorraine können Thekengäste den ganzen Abend über hier bestellen. Und Nachtschwärmer finden auf dieser Fingerfood-Karte auch nach 22 Uhr, wenn die Gasthaus-Küche geschlossen ist, sicherlich noch etwas Entsprechendes zum Absacken. Einen kleinen Käseteller zum feinen Roten etwa.

Den aktuellen Speise-Tages-Tipp notiert Corina Müller auf einem goldgerahmten Spiegel. Pikanter Rindfleischsalat mit knusprigen Bratkartoffeln oder geschmortes Kaninchen könnten dort stehen, aber auch Chicken Wings mit einer kräftigen Prise Knoblauch gewürzt.

An jedem ersten Montag eines Monats wird ein Gastkoch in der Küche des Alten Hauses stehen. Namen von Kollegen aus der Gastronomie, aber auch von einigen „öffentlichen“ Persönlichkeiten, die hier dann privat den Kochlöffel schwingen, stehen auf der Liste der neuen Wirtin. Die anderen Montage des Monats stehen jeweils unter einem Thema.
Das kann sein: Spare Ribs, Paella, All you can eat mit Lilians Chicken Wings …

Im Übrigen, Raucher dürfen sich freuen. Im kleinen überdachten Höfchen hinter einer dicht schießenden, blauen Tür zum Gastraum ist für sie vor dem roten Sandsteinfelsen eine schnuckelige Zone eingerichtet. Dort warten die Aschenbecher auf einem Stehtisch, knistert Feuer im Eisenkorb, zeichnen Laternchen die Umrisse einer alten Hinterhof-Treppe nach.

Zum Alten Haus gehört natürlich auch weiterhin der kleine verwunschene Biergarten. Er versteckt sich unter einer alten Platane und hinter hohen Hecken, die zur Straße hin schützen. Für die Sommer-Events sind dort Flammkuchen-Abende geplant. Ein Spezialofen wird hierfür extra besorgt.
Diesen Spezialofen können auch Gesellschaften mieten, die im Nebenzimmer des kleinen denkmalgeschützten Hauses feiern. Der steht dann draußen auf der dazugehörigen Terrasse. Drinnen finden 20 Gäste im eleganten Ambiente an zwei großen Tischen Platz. An einer kleinen Bar kann der Aperitif gemixt oder der Espresso ausgeschenkt werden.

Am Wochenende, wenn die Gastronomie des Alten Hauses Ruhetag hat, können im Übrigen die rustikalen Räumlichkeiten im historischen Gebäude auch für private Feste gemietet werden. Dann wird aus- und umgeräumt, so dass inklusive der Plätze am Tresen etwa 40 Personen in diesem gemütlichen Ambiente einen besonderen Geburtstag oder ein wichtiges Jubiläum feiern können